Bepflanzungskonzepte entwickeln sich, um eine Einheit zu schaffen, aus der Gestaltung des Grabmals und
seinem Sinngehalt. Pflanzenmerkmale, die an den Verstorbenen erinnern, sollen als Darstellungsmotive
einfließen. Vor allem prägt die Gestaltung aber auch der persönliche Geschmack von
Hinterbliebenen.
Zu berücksichtigen ist ebenso die Friedhofsbepflanzung, um die Grabstätte in die Ganzheit
des Friedhofs ausgewogen zu integrieren.
Die Bepflanzung der Grabfläche unterteilt sich in strukturgebende Leitpflanzen mit ruhigen,
Hintergrund schaffenden Bodendeckern und in eine mit den jahreszeitlichen Aspekten abgestimmte
Wechselbepflanzung.
Bei der Pflanzenauswahl sollen effektvolle, gestaltenreiche Eigenschaften beachtet werden. Diese
beschreiben die Gesamtwirkung der Pflanzen als lebendes Gestaltungselement. Auszugsweise mit
Beispielen werden genannt:
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die Wuchsform - Habitus (säulenartig, überhängend, polsterförmig,...)
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die Blattwirkung - Textur (breitblättrig, grob, feingliedrig, grasartig,...)
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die Blattfarbe (frischgrün, graugrün, weißrandig, rot,...)
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die Blütenfarbe (ruhevolles melancholisches Blassblau, anregendes leuchtendes Rot mit
Dramatik,...)
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der Fruchtschmuck und viele weitere interessante, reizvolle Besonderheiten (immergrünes
Laub, Dornen,...)
Verschiedene Wuchscharaktere, Farbkombinationen und monochrome Farbkompositionen können
Gestaltungselemente und Sinninhalte der Grabstätte betonen oder umspielen.
Gelungene Pflanzkonzepte zeichnen sich durch Berücksichtigung vieler Merkmale der Pflanzen, deren
inneren und äußeren Charaktere aus.